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Durch Schulautonomie erhalten Konferenzen als Steuerungsinstrument
für die Entwicklung der Schule mehr Bedeutung. In Veränderungsprozessen
können Konferenzen zum Marktplatz der Entwicklung werden,
wenn es das Kollegium vermag, aus einem ermüdenden Dauerplenum eine
lebendige, kreative und ergebnisreiche Konferenzdramaturgie
zu machen.
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Konferenzen werden allerdings aus Lehrersicht aufgrund des Zeitaufwands
und der routinierten (teilweise ineffektiven) Abläufe oft als lästige
Verpflichtung erlebt. Und das aus gutem Grund:
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Im Hinblick
auf das erwartete Ergebnis werden Konferenzen nicht selten unzureichend
vorbereitet.
Die Steuerung und Moderation liegt meist in der Hand einer einzigen
Person.
Der äußere Rahmen ist häufig für lebendige
Prozesse der Kommunikation und Kooperation wenig förderlich.
Bei den Beteiligten sind wenig Kenntnisse über Methoden der Prozessgestaltung
vorhanden.
Die Konferenzgestaltung selbst wird selten evaluiert, um aus deren
Analyse entsprechende Konsequenzen ziehen zu können.
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Da
in der Schule das ganze Kollegium an Entscheidungen direkt beteiligt ist,
ist die Konferenzorganisation in der üblichen Struktur überfordert
(insbesondere wenn es um Fragen der Schulentwicklung oder das pädagogische
Konzept handelt). Es sind daher Veränderungen in den Kooperations-
und Beteiligungsformen erforderlich, um das Engagement, d. h. die aktive
Einflussnahme, die Identifikation mit der Schule und die Veränderungsbereitschaft
des Kollegiums, zu ermöglichen.
Darüber hinaus sind aber auch Fähigkeiten für die erfolgreiche
Konferenzgestaltung zu erwerben. Dazu gehören unter anderem:
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Eine
intensive Vorbereitung im Vorbereitungsteam (thematische Aufbereitung
der Inhalte, Briefing der Beteiligten, Festlegung der Arbeitsform, Tischvorlage)
Eine sach- und personenorientierte Moderation (effiziente, aber dennoch
persönlich ansprechende Gesprächsleitung, Klärung der inhaltlichen
Ziele und Rückkoppelung mit Konferenzmitgliedern, professioneller Umgang
mit der vorgegebenen Zeitstruktur, Klarheit in den getroffenen Entscheidungen
schaffen unter Berücksichtigung der Minderheiten, Umsetzung der Beschlüsse
sicherstellen)
Eine ergebnissichernde Auswertung (Reflexion der Konferenzgestaltung
im (Konferenz-)Team, Auswertung der Ergebnisse, Sicherstellung der Umsetzung,
Konsequenzen für Folgekonferenz(en) formulieren)
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Hilfestellung
bieten auch folgende Tipps für die Konferenzgestaltung (aus
dem österreichischen Modellprojekt QIS - Qualität in Schulen):
1. Informieren Sie bereits vor Konferenzbeginn jene Personen, die
bei einzelnen Tagesordnungspunkten eine tragende Rolle spielen (sollen),
damit sie sich entsprechend vorbereiten (ownership).
2. Formulieren Sie die Ziele, die mit der Konferenz (bzw. einzelnen
TO-Punkten) erreicht werden sollen. (Welche zeitlichen, sachlichen, personellen
Möglichkeiten stehen überhaupt zur Verfügung?)
3. Minimieren Sie in der Vorbereitung die Zeit für das Gesamtplenum!
Was lässt sich anders an alle vermitteln? Was kann bereits vorher (außerhalb
der Konferenz oder durch jemand anderen) erledigt werden?
4. Eröffnen Sie die Konferenz mit einer Visualisierung (Übersicht,Schwerpunkte,
Zielstellung), die bereits am Anfang zu Transparenz und Identifikation beitragen
soll.
5. Verwenden Sie unterstützende Medien, wenn Sie die Meinung
von möglichst vielen Mitgliedern kennen lernen wollen (Moderationskarten,
Flipchart).
6. Delegieren Sie die Moderation einzelner Tagesordnungspunkte, um
Verantwortung zu verteilen und Identifikation zu stärken.
7. Halten Sie sich an den vereinbarten Zeitplan, halten Sie aber
nicht starr daran fest, wenn es Störungen gibt: Achten
Sie auf die Kommunikation auf der Beziehungsebene! (Was sagt
die Person außer dem Inhaltlichen noch?)
8. Setzen Sie wie im Unterricht flexible Methoden ein
(Partnergespräch, Kleingruppenarbeit, Blitzlicht, Kurzinfos (auf Moderationskarten).
9. Verwenden Sie bei der Meinungsbildung Klebepunkte auf einer gemeinsamen
Vorlage. (Das Aufstehen bringt Bewegung in die Gruppe und das gemeinsame
Ergebnis schafft Transparenz.)
10. Sichern Sie die Ergebnisse durch das Festhalten von Terminvorgaben
und Verantwortlichkeiten etc.
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